© ADAC MX MastersADAC MX Youngster Cup-Champion 2017: Tom Koch

Siegerporträt

ADAC MX Youngster Cup-Champion 2017: Tom Koch

Tom Koch ist Teil einer Motorsport-Dynastie und hat bereits seit Jungen Jahren Benzin im Blut. 2017 entschied er den ADAC MX Youngster Cup für sich.

Das KTM Sarholz Racing Team hat in diesem Jahr das ganz große Los gezogen. Nachdem sich Dennis Ullrich in Gaildorf bei den Big Boys den ADAC MX Masters-Titel vorzeitig sicherte und damit nun vierfacher Champion der Rennserie ist, sorgte auch das ADAC MX Youngster Cup-Talent Tom Koch im Team für viel Aufmerksamkeit. Genau wie ‚Ulle' schafft es der 19-Jährige beim sechsten Stopp der Rennserie, die Saison in Klasse zwei noch vor dem Finale in Holzgerlingen für sich zu entscheiden und sich als ADAC MX Youngster Cup-Sieger 2017 feiern zu lassen.

Damit gelingt Tom Koch der erste große Coup in seiner Motocross-Karriere, scheint das Jahr 2017 ohnehin für ihn eine Art Befreiungssaison zu sein. "Ich habe Ende 2016 bei Sarholz den Vertrag unterschrieben und bin extrem motiviert und mit sehr viel Elan in die neue Saison gestartet. Das hat sich direkt bezahlt gemacht. Ich stand plötzlich beim ADAC MX Youngster Cup diverse Male auf dem Podium und konnte auch in der EMX250 mehrfach in die Punkte fahren. Das hat mich immer wieder angestachelt, sodass ich auch meine Leistung entsprechend verbessern und mir schließlich mit 57 Punkten Vorsprung den Meistertitel holen konnte. Ich freue mich riesig", kommentiert der Thüringer seine jüngsten Erfolge.

Dass Tom Koch Motocrosser geworden ist, ist kein Zufall. Nachdem bereits sein Großvater und sein Vater den Großteil ihrer Freizeit auf der Motocross-Rennstrecke verbracht hatten und sich auch sein fünf Jahre älterer Bruder für diesen Sport begeisterte, war der Weg für den jüngsten Spross der Familie geebnet. "Als Kind war ich schon immer bei den Rennen meines Bruders dabei und so hat es nicht lange gedauert, bis ich das erste Mal auf dem Motorrad saß", erinnert sich der KTM-Pilot. Im Alter von sechs Jahren bekommt Tom schließlich seine erste 50ccm-Maschine, weigert sich jedoch zunächst, an Rennen teilzunehmen. Jahre später ist der Jugendliche dann soweit und meldet sich bei der Thüringen-Meisterschaft an. "Das war für mich ein kleiner Durchbruch, weil ich direkt gemerkt habe, dass ich vorne mitmischen kann. 2011, also ein Jahr später, stand ich schließlich als Gewinner der Thüringen-Meisterschaft ganz oben auf dem Siegerpodest, das war ein Meilenstein", erklärt der 19-Jährige.

Von dem Talent des damaligen Teenagers bekommt schließlich das ADAC Team Hessen-Thüringen Wind, das den Jungspund direkt für ihr Talentförderprogramm verpflichtet. Seither nimmt Tom Koch mit seinem Trainer Collin Dugmore regelmäßig an Lehrgängen, Seminarwochenenden, Fitnesstests sowie einer alljährlichen Trainingswoche in Spanien teil, folgt einem strengen Ernährungsplan und wird mit Mentaltraining unterstützt. "Der ADAC Hessen-Thüringen und das Talentförderungsprogramm mit seiner umfassenden Unterstützung sind letztendlich zum Großteil dafür verantwortlich, wo ich jetzt stehe", betont der Thüringer. Es ist ein Lebenswandel, der viel Disziplin erfordert, doch die Ergebnisse können sich sehen lassen. Der Motocrosser macht weiterhin im Rahmen der Thüringen-Meisterschaft von sich reden, fährt 2014 beim Supercross in der Dortmunder Westfalenhalle und in München aufs Podium, wird 2015 trotz Kreuzbandriss Sechster im ADAC MX Youngster Cup und erhält noch im selben Jahr vom ADAC Hessen-Thüringen die Auszeichnung "Nachwuchssportler des Jahres".

Nach einigen verletzungsbedingten Rückschlägen in 2016, die eine vorherige Operation am Kreuzband bedingten, schafft es der 19-Jährige dennoch, sich ohne viel Vorbereitungszeit auf Platz 13 bei den Youngstern zu positionieren. "Ich bin unheimlich ehrgeizig und gebe nicht so schnell auf", sagt Tom Koch stolz. Recht hat er, gelingt ihm dann in dieser Saison die Titel-Sensation in Klasse zwei von Europas populärster Motocross-Rennserie, die seine steile Leistungskurve noch einmal bestätigt. "Die harte Arbeit hatte sich gelohnt, jetzt bin ich bereit, 2018 bei den "Big Boys" ans Gatter zu rollen", kündigte der KTM Sarholz-Schützling schon mal an.


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