Stefan Kjer Olsen sicherte sich die Pole Position Foto: ADAC MX Masters / Steve Bauerschmidt
Stefan Kjer Olsen sicherte sich die Pole Position Foto: ADAC MX Masters / Steve Bauerschmidt

Olsen auf Pole Position in Fürstlich Drehna

Stefan Kjer Olsen markiert die schnellste Rundenzeit beim ADAC MX Masters Auftakt

Mit der schnellsten Zeit im Qualifying, überraschte Stefan Kjer Olsen (Becker Racing/KTM) nicht nur die Konkurrenz, sondern auch sich selbst.

"Oh Mann, das letzte Rennen, das ich gefahren bin, war das Motocross der Nationen 2017 in England", erzählte der Däne direkt nach seiner Quali-Bestzeit erstaunt. "Jetzt komme ich hierher und fahre gleich die schnellste Runde. Das ist ziemlich cool!" Der 26-Jährige hatte sich im letzten Jahr eine Auszeit vom Motocross genommen, um etwas Abstand zu gewinnen und neue Motivation zu finden. "Ich habe den Winter in Spanien und Italien verbracht und meine Batterien neu aufgeladen. Das hat sich wohl gelohnt, mal schauen ob ich die beiden Rennen morgen gut durchstehe. Meine Fitness ist gut, aber ich bin sehr lange keine Rennen mehr gefahren, es wird also nicht einfach werden, die ganze Zeit über das Tempo hoch zu halten."

Schnellster in der zweiten Qualifikationsgruppe wurde der Este Tanel Leok (A1M Husqvarna). "Das war kein Zuckerschlecken für mich", versicherte der 33-Jährige. "Die Kälte ist leider auch beim Fahren gut zu spüren und macht unseren Job nicht gerade einfacher. Aber die Strecke hier in Fürstlich Drehna ist wirklich gut und macht richtig Spaß. Man muss allerdings auch stets hochkonzentriert sein, denn der Sand ist nicht richtig tief und weiter unten lauern einige fiese Steine, die dich schnell abwerfen können, wenn du nicht auf der Hut bist." Ein kleines Problem sieht Leok, der auch die komplette Motocross-Weltmeisterschaft in der Klasse MXGP bestreitet, beim Start zu den Wertungsläufen am Sonntag auf sich zu kommen. "In der WM starten wir auf einem Metallgitter und ich kann mich gar nicht so recht erinnern, wann ich das letzte Mal auf richtigem Boden losgefahren bin", schilderte Leok seine Sorgen. "Ich hoffe, dass ich nicht zu viel Wheelspin haben werde und gut mit den anderen Jungs loskomme."

Schnellster deutscher Fahrer in Fürstlich Drehna war Tom Koch (KTM Sarholz Racing Team). Der Thüringer hat auch in Brandenburg viele Fans und landete mit rund 1,5 Sekunden Rückstand auf dem vierten Platz in seiner Qualifikationsgruppe. Stefan Ekerold (Castrol Power 1 Suzuki Moto Base) büßte auf Rang neun bereits 2,3 Sekunden ein. Dennis Ullrich (Bodo Schmidt Motorsport/Husqvarna) landete in der zweiten Qualifikationsgruppe auf Rang zehn und muss damit noch rund zwei Sekunde pro Runde finden, um am Sonntag ganz vorne mitfahren zu können.

ADAC MX Youngster Cup

Die schnellste Zeit in der ersten Qualifikationsgruppe konnte Glen Meier (Team Specialmontering/Yamaha) markieren. Der Däne war schon im letzten Jahr Schnellster auf der Sandstrecke in Drehna und mag den Kurs in Brandenburg richtig gerne. "Ja, ich fühle mich sehr wohl auf dem Kurs freute sich Meier. "Letztes Jahr ist es im Rennen leider nicht so gut gelaufen, das möchte ich diesmal besser machen! Ich fahre 2019 in einem neuen Team und auch das Motorrad ist neu für mich. Aber ich fühle mich schon recht wohl auf der Yamaha und hoffe, dass ich am Sonntag gute Starts zeigen kann. Dann werden wir sehen ob ich meine schnelle Zeit auch in gute Ergebnisse umwandeln kann."

Der Sieg in der zweiten Qualifikationsgruppe ging an Rene Hofer (KTM Junior Racing), der sich damit eindrucksvoll im ADAC MX Youngster Cup zurückmelden konnte. "Bis zu meiner Verletzung in Tensfeld ist es ja letztes Jahr schon recht gut gelaufen", schilderte der Österreicher. "Jetzt bin ich zum Glück wieder hundertprozentig fit und kann 2019 erneut voll angreifen. Heute war die Strecke noch richtig schnell und es war recht schwierig schneller als die anderen zu fahren. Ich hoffe, dass der Kurs morgen noch stärker ausgefahren ist, das käme mir entgegen."

Lokalmatador Maximilian Spies (ESP MX Racingteam/Husqvarna) schlug sich mit Rang sieben in seiner Gruppe sehr wacker. Und zwar trotz eines Missgeschickes, das wohl eine bessere Platzierung verhindert hatte. "Ich bin die ersten Runden richtig schnell gefahren", erklärte der Ortrander. "Aber dann wurde mir an der Box angezeigt, dass ich keinen Transponder am Motorrad hätte." Nach einem kurzen Boxenstopp ging die tatsächlich gemessene Zeitenhatz für den 15-Jährigen darum etwas verspätet los. "Diesen Druck hätte ich nicht unbedingt gebraucht", ärgerte sich Spies. "Aber es ist ja noch mal gut gegangen. Mal schauen, was ich morgen im Rennen zeigen kann."

ADAC MX Junior Cup 125

Das Qualifikationstraining im ADAC MX Junior Cup 125 wurde von Simon Längenfelder (WZ-Racing/KTM) dominiert. Der Bayer fuhr schon früh eine schnelle Runde, mit der er sich an die Spitze der Konkurrenz setzen konnten. Nachdem einige Gegner nachgelegt hatten, zeigte der Schüler in seiner letzten Runde noch einmal wie entschlossen er ist und gewann die Qualifikation mit über einer Sekunde Vorsprung vor dem Schweizer Mike Gwerder (KINI KTM Junior Pro Team). "Die Strecke ist sehr schön und hat mir richtig Spaß gemacht", freute sich Längenfelder über seine Pole Position. "Wenn ich Spaß habe, dann kann ich auch schnell fahren und die guten Zeiten kommen fast von alleine. Jetzt gilt es morgen gut zu starten, dann werden wir sehen wie es läuft."

Dritter wurde der Däne Rasmus Pedersen (WZ-Racing/KTM). Mit Camden Mc Lellan (Kosak Racing Team/KTM) auf Rang sechs und Nick Domann (Kosak Racing Team/KTM) auf Platz sieben platzierten sich zwei schnelle Aufsteiger aus dem ADAC MX Junior Cup 85 in den Top Ten der 125er Klasse. Beide gelten als ausgesprochen starke Racer und könnten in den beiden Rennen am Sonntag durchaus noch weiter vorne landen.

ADAC MX Junior Cup 85

Im ADAC MX Junior Cup 85 wurde am Samstagnachmittag bereits der erste Wertungslauf bestritten. Das Rennen wurde klar von Edvards Bidzans (MX Moduls/Husqvarna) dominiert. Der Este hatte zwar keinen optimalen Start erwischt, konnte sich jedoch schnell an die Spitze setzen und dort seinen Vorsprung Runde um Runde auf über 22 Sekunden ausbauen. "Ich fand gute Spuren und konnte mein eigenes Tempo fahren", freute sich der 13-Jährige. "Wir haben im Winter viel im Sand trainiert und das hat sich hier ausgezahlt."

Zweiter wurde der Däne Lucas Bruhn (Becker Racing/KTM) vor seinem Landsmann Andreas Krogh Jensen (BvZ Racing Team/KTM). Als bester Deutscher konnte sich Sebastian Meckl (Kosak Racing Team/KTM) auf Rang neun platzieren.

Saison 2019