Dieter Junge stand Rede und Antwort Foto: Steve Bauerschmidt
Dieter Junge stand Rede und Antwort Foto: Steve Bauerschmidt

Premiere für die Niederlande

Für Zuschauer und Piloten spannend

Laut Dieter Junge, Referent für Motorräder beim ADAC, war es naheliegend, in den Niederlanden Fuß zu fassen.

Das ADAC MX Masters gastiert zum ersten Mal in seiner Geschichte in den Niederlanden. Das ADAC MX Masters Mag hat den Motorradreferenten des ADAC, Dieter Junge, dazu befragt. Wir wollten wissen, wie es kommt, dass nun nach Österreich auch eine Veranstaltung in den Niederlanden im Kalender steht.

Das ADAC MX Masters ist die Internationale Deutsche Motocross-Meisterschaft. Teilnehmer aus ganz Europa, vor allem aber aus den direkten Nachbarländern wie den Niederlanden und Österreich, stehen regelmäßig am Start. "Wir waren schon sehr erfolgreich in den vergangenen Jahren mit Veranstaltungen in Ried und Möggers in Österreich", so Dieter Junge, Referent für Motorräder beim ADAC. "Da war es naheliegend, auch in anderen Ländern Fuß zu fassen, aus denen Fahrer am ADAC MX Masters teilnehmen."

Emmen in den Niederlanden könne vor allem mit der Nähe zu Deutschland punkten. Außerdem seien die Voraussetzungen sehr günstig gewesen. Die positive Zusammenarbeit mit dem deutschen ADAC Ortsclub MSC Niedergrafschaft und die Tatsache, dass es eine Sandstrecke ist, gaben den Ausschlag für die Veranstaltung. Sandiger Untergrund - das ist für Zuschauer spannend und auch für die Piloten selbst.

"Wir wollen, dass unsere Fahrer auf Sand besser geschult werden. Das ist eine gute Vorbereitung beispielsweise für WM-Läufe auf Sandstrecken, die traditionell jedes Jahr in den Benelux-Ländern ausgetragen werden", sagte Dieter Junge. "Wir sind in der glücklichen Lage, um die 15 Bewerber für acht Rennwochenenden des ADAC MX Masters zu haben." Aus dem benachbarten Belgien sei auch noch der international renommierte Veranstalter aus Lommel im Gespräch gewesen, doch dieser konzentriert sich 2012 auf das "Motocross of Nations", das Ende September dort stattfinden wird.

Am Ende bekam Emmen den Zuschlag. Bereits vor zwei Jahren starteten die ersten Gespräche mit dem Club. Motocross Experten des ADAC überprüften die Voraussetzungen. Mit dem Motodrom als Ausrichter und dem MSC Niedergrafschaft hat das Gesamtpaket gepasst. Außerdem bestehen schon lange freundschaftliche Verbindungen zwischen ADAC und KNMV, dem Königlich Niederländischen Motorrad Verband.

An Plänen für die Zukunft wird bereits gearbeitet, doch zu Fürstlich Drehna, Tensfeld und Emmen sollen erst einmal keine weiteren Sandstrecken hinzu kommen. Emmen soll im Jahr 2013 wieder mit am Start sein. Wenn der Auftakt gelingt, dann könnte eventuell noch eine zweite Strecke im europäischen Ausland hinzukommen: angedacht ist Ried in Österreich.

Saison 2019