Motocross-Dynastie Everts (v.l.n.r.): Harry Everts, Liam Everts, Stefan Everts Foto: ADAC / Steve Bauerschmidt
Motocross-Dynastie Everts (v.l.n.r.): Harry Everts, Liam Everts, Stefan Everts Foto: ADAC / Steve Bauerschmidt

Rookie Story: Liam Everts

Talente im ADAC MX Junior Cup85

Liam Everts ist der jüngste Spross einer Motocross-Dynastie

Als Liam Everts im April 2004 geboren wurde, dominierte sein Vater Stefan Everts noch die Motocross-Weltmeisterschaft und sicherte sich in den ersten Lebensjahren von Liam seine WM-Titel Nummer acht, neun und zehn. Da Everts auch nach seiner aktiven Karriere als Teammanager dem WM-Tross folgte, kennt Sohn Liam das Leben nur in enger Verbindung mit Motocross. Als Baby war er schon mit dem Papa auf dem Siegertreppchen, als kleiner Steppke düste er mit dem Laufrad durchs WM-Fahrerlager und als aktiver Motocross-Fahrer hatte er von Beginn an Möglichkeiten, von denen jeder Nachwuchs-Pilot nur träumen kann. Nicht nur in Sachen Material war Liam Everts schon immer bestens ausgestattet, viel wichtiger waren die Lehrer, die ihm das Motocrossfahren beibrachten: Gecoacht von Papa Stefan Everts und Opa Harry Everts, entwickelte sich der Junior mit rasender Geschwindigkeit. In einem nahezu perfekten Umfeld, blieb Liam Everts quasi gar nichts anderes übrig, als sich zu einem vielversprechenden Nachwuchsfahrer zu entwickeln. Sollte man zumindest meinen. Doch wie immer im Leben, gehört mehr dazu als das reine Angebot. "Liam hat schon von klein auf sehr viel Begeisterung und Ehrgeiz gezeigt", erklärt Stefan Everts. "Wir haben ihn nie zu etwas gedrängt, der Antrieb kam immer von ihm."

Welche Passion der Junior für Motocross hat, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass er im vergangen Winter im Alter von 13 Jahren alleine nach Neuseeland flog und dort einige Monate beim ehemaligen Motocross-Weltmeister Ben Townley lebte und trainierte. "Wir hatten in der Zeit nur über Skype und Facetime Kontakt", schildert Everts den Trainingsausflug. "Liam hat bei Ben und seiner Familie gelebt und in der Zeit auch via Fernunterricht seine Schule weitergemacht. Er hat täglich mit Kelly oder mir telefoniert und ist dort gut klargekommen. Seine schulischen Leistungen waren gut und er hat sich vom Fahren her enorm verbessert."

"Ich hatte viel Spaß in Neuseeland und habe mich gut weiterentwickelt", schildert Liam seine Erfahrungen in der Ferne. "Im Moment läuft es recht gut und ich hoffe, dass ich den ADAC MX Junior Cup 85 dieses Jahr gewinnen kann."

Auch wenn der Teenager es als normal empfindet, sich ambitionierte Ziele zu setzen, läuft er natürlich auch immer Gefahr unter dem riesigen Druck zu leiden, der ganz automatisch auf ihm lastet. Auch wenn er vom Vater und Opa sicher nicht über Gebühr gefordert wird, wiegt schon alleine der Name mit einer immensen Last auf seinen Schultern. Zehn Weltmeistertitel vom Vater und vier Titel vom Opa sorgen dafür, dass alle Augen auf Liam Everts gerichtet sind, dass jeder Motocross Fan ihn kennt und dass jeder ganz automatisch große Erwartungen an ihn hat.

Der große Vorteil für Liam Everts ist dabei seine jugendliche Unbekümmertheit und die Tatsache, dass er den Rummel um seinen Vater und Opa von Kindesbeinen an gewohnt ist. Und so ist davon auszugehen, dass er seinen Weg machen und die erfolgreiche Tradition der Familie Everts fortsetzen wird. Die ersten Schritte sind gemacht und es sieht ganz danach aus, als könne Liam Everts die riesigen Fußstapfen ausfüllen, die ihm von seiner Familie vorgezeichnet wurden.

Saison 2019