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Talente im ADAC MX Youngster Cup

Rookie-Story: Marnique Appelt

Marnique Appelt will unbedingt MX-Profi werden und einmal in der WM starten. Dafür lässt er sich bei der ADAC MX Masters-Rennserie von klein auf ausbilden.

Rookie – dieser Begriff hat für Marnique Appelt aus Woltersdorf in Brandenburg eine ganz besondere Bedeutung. Im vergangenen Jahr wurde der ADAC MX Youngster Cup-Pilot als eines von fünf europäischen Talenten zu einem von Youthstream und der FIM organisierten MXGP Rookie Camp in die Niederlande eingeladen. Das Ziel: Junge Piloten zu fördern, ihnen zu zeigen, wie das Leben eines MX-Stars aussehen kann und was man dafür alles tun muss, um diesen Status einmal zu erreichen. Seither ist der Traum vom Profidasein näher denn je. Am 30. Juli startete der 15-Jährige das erste Mal bei der Junioren-WM in Estland – eine Chance, die er sich schon lange erhofft hatte. Später möchte er dann mal genauso gut fahren wie seine beiden großen Idole Hunter Lawrence und Bas Vaessen, die er für ihren Ehrgeiz und ihr Leistungsspektrum bewundert.

Doch zunächst möchte Marnique erstmal an seiner Karriere feilen und sieht sich dafür in der ADAC MX Masters-Rennserie bestens aufgehoben. 2016 fuhr der Schüler bereits zwei Rennen im ADAC MX Youngster Cup mit, in diesem Jahr konnte er verletzungsbedingt erst in Bielstein in die Saison einsteigen. „Der Umstieg in Klasse zwei vom ADAC MX Junior Cup, in dem ich 2015 gefahren bin, war schon sehr schwer. Zum einen musste ich mich an den deutlich anderen Sound der 250ccm-Viertakter gewöhnen, zum anderen ist seither auch das Niveau des Fahrerfeldes noch mal um einiges hochkarätiger. Bei den Youngstern muss ich schon sehr auf mich aufpassen, wohlfühlen tue ich mich aber dennoch sehr, weil ich mich stetig weiterentwickle“, berichtete der Brandenburger von seinen ersten Erfahrungen als Rookie. Sein Debüt in dieser Saison verlief allerdings nicht ganz so erfolgreich, wie sich der Jugendliche das zunächst vorgestellt hatte. „Mein Auftakt war irgendwie typisch: Ich hatte mir für mein erstes Rennwochenende ganz viel vorgenommen, konnte das Ganze dann aber in der Realität doch nicht so umsetzen, wie ich es mir gewünscht hatte. Leider habe ich die Qualifizierung in Bielstein nicht geschafft, sodass wir mein erstes ADAC MX Masters-Event in diesem Jahr bereits am Sonntagmorgen wieder verlassen haben“, entgegnet Marnique.

Entmutigen lässt sich der 15-Jährige aber dennoch nicht, dafür braucht es schon einiges mehr als die eine oder andere Niederlage. „Klar ist das frustrierend, aber aus Siegen lernt man halt nicht. Wenn ich nicht auf der Gewinnerseite stehe, sehe ich das als Lektion und versuche, es das nächste Mal besser zu machen“, erklärt der ADAC MX Youngster Cup-Pilot stolz. Zudem hat Marnique bereits als Kleinkind Benzingeruch in der Nase gehabt, ist er mit seinem Vater Uwe schon im Kindergartenalter auf Motocross-Rennen gegangen. „Mein Papa war als Motocrosser im Rahmen von der DM und des DMSB-Pokals auf sämtlichen Strecken unterwegs und hat mich öfter mal mitgenommen. Somit war mein Weg in den Offroad-Sport quasi geebnet“, so das MX-Talent.

Seine erste PW bekam Marnique im Alter von drei Jahren geschenkt, fortan unterstützte ihn Vater Uwe als Trainer und förderte die Leidenschaft seines Sohnes. „Als ich groß genug für die 65ccm-Maschine war, habe ich angefangen, richtig zu trainieren und aktiv Sport zu machen. Mit sieben Jahren bin ich dann bei meinem ersten Rennen im Rahmen der brandenburgischen Landesmeisterschaft in Schenkenhorst gestartet, wo ich direkt den vierten Platz einheimsen konnte. Das hat mir viel Bestätigung gegeben“, meint der 15-Jährige.

2014 wurde der Woltersdorfer Deutscher Meister in der Klasse 65ccm, ein Jahr später stand er eine Klasse höher bei derselben Meisterschaft als Drittbester auf dem Siegerpodest. „Das Gefühl zu gewinnen, ist beim Motocross unbeschreiblich, da man sehr hart dafür kämpfen muss, um es zu schaffen. Somit ist es dann wie eine Art Befreiungsschlag, wenn man mit einem Sieg die Lorbeeren für sein intensives Training erntet und man das geschafft hat, was man erreichen wollte“, sagt der Jugendliche.

Marnique betreibt vier Mal die Woche Kraft- und Ausdauersport, arbeitet im hauseigenen Studio an seiner Fitness und geht regelmäßig laufen. „Bei dem MXGP Rookie Camp in Holland habe ich einen detaillierten Trainingsplan bekommen. Die Übungsintervalle sind dabei genau auf die Herzfrequenz abgestimmt und daher sehr effektiv“, kommentiert der Schüler. In puncto Muskelaufbau ist der Brandenburger demnach schon mal gut davor, nur hinsichtlich seines Fahrstils im ADAC MX Youngster Cup muss der junge Pilot noch viel an sich arbeiten. „Ich bin momentan noch ziemlich defensiv und lasse lieber jemanden vorbei, anstatt einen Sturz zu riskieren. Allerdings trainiere ich gerade sehr hart daran, mich besser durchsetzen zu können“, gibt der Fahrer mit der Nummer 440 zu. Auf das Rennen in Gaildorf freut sich Marnique im Übrigen schon ganz besonders, ist die Strecke „Auf der Wacht“ durch seine Mischung aus Supercross-Sektionen, langen und kurzen Sprüngen sowie den rhythmischen Passagen sein Lieblings-Rundkurs.


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