Eine Erfolgsstory

ADAC MX Masters 2017:
Nervenkitzel an sieben Rennwochenenden


Was ist das ADAC MX Masters?

Das ADAC MX Masters bietet ambitionierten Motocrossern eine professionelle Bühne. Es wurde von Europas größtem Automobilclub ins Leben gerufen. Erklärtes Ziel dabei ist die Stärkung des nationalen Spitzensports und die Förderung des Motocross-Nachwuchses. Und der Erfolg gibt den Organisatoren recht: Mittlerweile ist die Serie aus der Motocross-Welt nicht mehr wegzudenken und genießt einen enorm hohen Stellenwert. Erreicht wurde das durch eine professionelle Organisation, zuverlässige Planung, eine gute Zusammenarbeit mit der Motorradindustrie sowie engagierten Veranstaltern. Die Motorradindustrie ist vertreten durch Hersteller wie KTM, Suzuki, Kawasaki, Honda, Yamaha und Husqvarna.

Die Nachwuchs-Serien ADAC MX Junior Cup und ADAC MX Youngster Cup gelten mittlerweile als Kaderschmieden und genießen einen hervorragenden Ruf. Der Belgier Harry Everts, vierfacher Motocross-Weltmeister und Vater des zehnfachen Motocross-Weltmeisters Stefan Everts, ist voll des Lobes für das ADAC MX Masters. "Diese Serie ist das Beste, was einem aufstrebenden Motocross-Piloten passieren kann", sagt er. Das ADAC MX Masters sei von seiner Struktur und der professionellen Organisation her die beste Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft und die beste Serie, die Europa zu bieten hat. "Hier lernen die jungen Piloten, wie der Hase läuft", sagt Everts. Wie gut die Serie bei den Nachwuchsfahrern ankommt, höre er auch immer wieder auf seinen Lehrgängen. "Die jungen Piloten sind ganz heiß darauf, mal in den Nachwuchsklassen des ADAC MX Masters zu starten."


Mit dem ADAC auf dem Weg zur Top-Karriere

Das ADAC MX Masters besteht aus drei Klassen: Der Königsklasse ADAC MX Masters und den Nachwuchsklassen ADAC MX Youngster Cup und ADAC MX Junior Cup. Mit den beiden Nachwuchsklassen ist gewährleistet, dass dem deutschen Nachwuchs bereits frühzeitig die Gelegenheit gegeben wird, gegen harte, ausländische Konkurrenz anzutreten und sich zu bewähren.

Jeder Starter weiß bereits nach wenigen Rennen, wo er auch international steht. Die zehn bis 15 Jahre alten Nachwuchsfahrer des ADAC MX Junior Cup (Klasse 3) müssen sich dieses Jahr bei sechs Veranstaltungen beweisen. Die 14- bis 21-jährigen Piloten des ADAC MX Youngster Cup (Klasse 2) und die Profis der ADAC MX Masters-Klasse (Klasse 1) treten bei insgesamt sieben Veranstaltungen gegeneinander an. 2017 finden alle Events in Deutschland statt.


Rund eine Viertelmillion Euro Preisgeld

An jedem Rennwochenende werden in der Masters-Klasse zwei Wertungsläufe - je 30 Minuten plus zwei Runden - ausgefahren. Jeweils zwei Wertungsläufe müssen auch die Piloten des ADAC MX Youngster Cup (je 25 Minuten plus zwei Runden) und des ADAC MX Junior Cup (je 20 Minuten plus zwei Runden) bestreiten. In allen drei Klassen gibt es zusätzlich ein Last-Chance-Rennen für die Fahrer, die sich nicht direkt fürs Finale qualifiziert haben.

Zusätzlich wird in der Masters-Klasse jährlich eine Markenwertung ausgefahren und auch Privatfahrer ohne Herstellerunterstützung können wieder teilnehmen. Für letztere gibt es eine eigene Wertung. Insgesamt warten Preisgelder in Höhe von rund einer Viertelmillion Euro auf die Piloten.


Rennwochenende und Punkteverteilung

Eine ADAC MX Masters-Veranstaltung findet an zwei Tagen statt. Am Samstag geht es um Training und Qualifikation, der Sonntag ist der eigentliche Renntag. Nach einer Aufwärmrunde eröffnen traditionell die Fahrer des ADAC MX Junior Cup den Wettbewerb mit ihrem ersten Wertungslauf. Es folgen die Piloten des ADAC MX Youngster Cup und die der ADAC MX Masters-Klasse. Die jeweils zweiten Wertungsläufe finden in derselben Reihenfolge statt. Das große Finale bildet an jedem Rennsonntag der zweite Wertungslauf der ADAC MX Masters-Piloten.

Die Punkteverteilung pro Lauf geht über die Plätze eins bis zwanzig (25, 22, 20, 18, 16, 15, 14, 13, 12, 11, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1). Detaillierte Infos dazu können im Reglement nachgelesen werden.


Statistiken im Netz

Umfangreiche Statistiken zu der Geschichte der Serie sind auf der Webseite abrufbar. Erfasst wurden Teilnehmer aller drei Klassen seit Beginn der Serie. So standen beispielsweise bereits einige der Top-Piloten der MX1-WM schon mehrfach beim ADAC MX Masters am Start. Ken de Dycker verdiente sich bereits 1998 im ADAC MX Junior Cup erste Sporen und der 2008er MX1-Weltmeister David Philippaerts nahm 2006 an den ADAC MX Masters teil, genau wie die ehemaligen mehrfachen Weltmeister Joel Smets und Mickael Pichon. Steve Ramon, ehemaliger MX1-Welt- und Vizeweltmeister, stand 2008 und 2009 gleich mehrfach beim ADAC MX Masters am Start und auch 2010 war er regelmäßig vor Ort. Doch damit nicht genug der prominenten Teilnehmer. Freestyle-Champ Matt Rebeaud startete 1997 im ADAC MX Junior Cup, der belgische MX-Profi Kevin Strijbos ein Jahr später. Zu den regelmäßigen Gästen zählten zudem der Russe Evgeny Bobryshev, der Neuseeländer Ben Townley, der Südafrikaner Tyla Rattray, der Spanier Jonathan Barragan oder der ADAC MX Junior Cup-Sieger von 2008 und MX2-Weltmeister 2012 Jeffrey Herlings aus den Niederlanden. Den Grundstein für ihre Karriere gelegt haben bei den ADAC MX Masters zudem Straßenrennfahrer wie Michael Ranseder - er stand an vier aufeinanderfolgenden Jahren im ADAC MX Junior Cup am Start, und Dario Giuseppetti, der von 1997 bis 1999 dort startete.


Die wichtigsten Facts des ADAC MX Masters

ADAC MX Masters (Klasse 1 - Int. Deutsche Motocross Meisterschaft)

  • 7 Veranstaltungen, je 2 Wertungsläufe á 30 Min. + 2 Runden
  • Last-Chance-Rennen für nicht direkt qualifizierte Fahrer
  • Open-Klasse von 125ccm/2-Takt bis 650ccm/4- Takt
  • DMSB-Inter-/FIM- oder UEM-Lizenz sowie nationale Leistungsklasse 'A' mit zusätzlicher Auslandsstartgenehmigung

Der ADAC behält sich die endgültige Startgenehmigung vor.


ADAC MX Youngster Cup (Klasse 2)

Teilnahmeberechtigt in Klasse 2 sind männliche Fahrer der Jahrgänge 1996 bis 2003.
Teilnahmeberechtigt in Klasse 2 sind weibliche Fahrer der Jahrgänge 1994 bis 2003
Die Teilnehmer müssen im Besitz einer der nachfolgenden gültigen Lizenzen sein:

  • DMSB-B-Lizenz oder DMSB-J-Lizenz
  • DMSB-Inter-Lizenz
  • Int.-/Nat. Lizenz für Motocross einer FIM/UEM Mitgliedsförderation der Leistungsklasse A oder B
  • FIM Junior Motocross World Championship Lizenz, Klasse 125 (ab dem 15. Geburtstag)
  • FIM Motocross World Championship Lizenz (ab dem 15. Geburtstag)
  • UEM-Meisterschaftslizenz (ab dem 14. Geburtstag)

Der ADAC behält sich die endgültige Startgenehmigung vor.

2017 gibt es in der ADAC Youngster Cup-Klasse keine Änderung der Motoren. Im ADAC MX Youngster Cup sind ausschließlich Motorräder der Klasse 125 (über 100 ccm bis 125 ccm 2-Takt und über 175 ccm bis 250 ccm 4-Takt) zugelassen. 2011 wurde erstmals eine eigene Wertung für 2-Takt Fahrer eingeführt.


ADAC MX Junior Cup (Klasse 3)

  • 6 Veranstaltungen, je 2 Wertungsläufe á 20 Min. + 2 Runden
  • Last-Chance-Rennen für nicht direkt qualifizierte Fahrer
  • Fahrer der Jahrgänge 2002 bis 2007
  • DMSB-B-/-J-Lizenz oder gleichwertige int./nat. Jugendlizenz ausl. Föderationen mit zus. Auslandsstartgenehmigung.
  • Motorräder der Klasse 85 (85ccm/2-Takt)

Der ADAC behält sich die endgültige Startgenehmigung vor.

Seit 2010 darf in dieser Nachwuchsklasse nur noch mit 2- Takt Motorrädern der Klasse 85 ccm gefahren werden.

Der ADAC hält sich damit an das FIM Sportgesetz, welches seit 1. Januar 2010 gilt. Die FIM hatte im Dezember 2008 beschlossen, in den Klassen, 85 ccm nur noch 2-Takt Motorräder zuzulassen.


Punkteschema

25, 22, 20, 18, 16, 15, 14, 13, 12, 11, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1

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